Finanzwesen und Controlling

Parallele Rechnungslegung und Segmentbilanzen

Inhaltlich zielen die IFRS-Standards auf eine zunehmende “Verschmelzung“ des externen Rechnungswesens mit der internen Managementberichterstattung ab und üben dadurch direkten Einfluss auf die Finanzprozesse, auf die Konzeption und die Inhalte der Finanzberichterstattung sowie auf das Design und die Ausgestaltung der zugrunde liegenden Finanz- und Controlling-Anwendungen.

Segmentberichterstattung

Als konkretes Beispiel für diese zunehmende Konvergenz darf der Standard IFRS 8 gelten, wonach im Zuge der Segmentberichterstattung die Definition der Segmente sowie die Darstellung der Segmentinformationen auf Grundlage der internen Berichterstattung erfolgen muss, während zuvor eine (Top-Down) Verteilung der externen Abschlussinformationen auf einzelne Segmente als ausreichend galt. Unternehmen müssen im Zuge der Bilanzerstellung damit verstärkt auf Informationen zurückgreifen, die im Controlling generiert werden und diese mit den Berichten des Finanzwesens “integrieren”.

Parallele Rechnungslegung

Kapitalmarktorientierte Unternehmen sind heute verpflichtet, ihre Rechnungslegung nach internationalen Vorschriften gem. IFRS auszurichten. Darüber hinaus ebnen Themen wie das Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG) den Weg einer Konvergenz des deutschen Bilanzrechts hin zu international üblichen Methoden der Rechnungslegung. Die HGB-Bilanz bleibt damit zwar weiterhin Grundlage für die Ausschüttungsbemessung und die steuerliche Gewinnermittlung, mit dem BilMoG wird aber die umgekehrte Maßgeblichkeit aufgehoben, womit Handels- und Steuerbilanzen stärker voneinander abweichen. Das führt nicht nur zur regelmäßigen Bildung von latenten Steuern, sondern ‘erschwert‘ auch eine entsprechende Überleitung. Vor diesem Hintergrund sind Überlegungen wichtig, die Steuerbilanz in einem eigenen Ledger aber im selben System zu erstellen, aus welchem auch nach IFRS und HGB berichtet wird.

Umsatzkostenverfahren

Die internationale Dominanz des Umsatzkostenverfahrens – und damit die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach Funktionsbereichen eines Unternehmens – erfordert eine enge Verzahnung interner und externer Rechnungskreise, um die Funktionsbereiche für die Darstellung in der GuV aus den Objekten der Kostenrechnung herleiten zu können (expenses by function).

Sprechen Sie mit uns…

…über die Herausforderungen an die Architektur und die Möglichkeiten im Design Ihres Rechnungswesens im Hinblick auf eine IFRS-konforme Ausgestaltung Ihres Rechnungswesens. Wir stehen Ihnen in Konzeption und Umsetzung gerne beratend und tatkräftig zur Seite.